Bore Out

Vorneweg: Ich will ernsthaft erkrankten Burnout- Erkrankten überhaupt nicht widersprechen, sie haben mein vollstes Mitgefühl.

Was ich bei mir selbst und anderen beobachte ist eher Boreout:
<http://de.wikipedia.org/wiki/Diagnose_Boreout>

Als Freiberuflerin arbeite ich auf eine Art ja wirklich mehr, in meinem “Fall” auch vielfältiger als andere. Ich habe also unheimlich viel im Kopf und Blick zu behalten, vor allem im Bezug auf Menschen. Die Balance ist eher so mein Thema und das “Abschalten- können”.

In der Tätigkeit des Unterrichtens und Chorleitens spüre ich dem nun nach, wie es mir am Tag darauf geht. Bei der Übernahme meines ersten Chores hatte ich eine Phase, da war ich am nächsten Morgen so entsetzlich kaputt, dass ich darüber nachdachte wieder aufzuhören. Bis ich dahinter kam, dass ich unterfordert war mit dem Wieder- Aufwärmen des Repertoires. Zum Glück ging es dem Chor genauso.  Mit der Einübung neuer Stücke kam Mehrarbeit auf mich zu, aber ich fühle mich besser!

Ganz schlimmen Boreout hatte ich an diesem Wochenende: Mir als Einziger hatte man nicht mitgeteilt, dass das Chorleitungsseminar in Hessen ausfiel.

So hatte ich die ganze Anstrengung der Fahrt bei der Hitze, den Stress mit dem Umschreiben, improvisieren und vielem mehr. Aber was mich richtig sauer macht ist, dass ich keinen Input gekriegt habe…

Trotzdem freue ich mich auf die freien Himmelsfahrtstage mit meinen erwachsen werdenden Kindern :-)

Eine gute Zeit wünscht auch Ihnen und Euch,

Birgit Desch

Gespenster der Vergangenheit

Jede/r von uns hat sie: Gespenster der Vergangenheit- Dinge, Situationen, Menschen…. vor denen wir Angst haben aufgrund schlechter Erfahrungen.
Bei mir sind es aufgrund von Niedermachen im Studium die Situationen Singen und Chorleiten. Bin sehr dankbar dafür, dass der wirtschaftliche Druck mich im letzten Jahr dazu gezwungen hat, nach einer Pause von fast 20 Jahren wieder Chorzuleiten. Zwar haben manche Situationen auch meine Vorurteile gegenüber der Arbeit mit Gruppen und deren Erwartungsdruck bestätigt. Aber auch damit habe ich umgehen gelernt. Zur “Belohnung” durfte ich erleben, dass nun nach einem Jahr ein Chor mich gebeten (!) hat, ihn zu leiten- wohl wissend, dass das Vorschußlorbeeren sind, tut es doch gut- und vor einem Jahr hätte mir das mal jemand sagen sollen…

Nun ergab es sich, dass ich zu einer Beerdigung ein “Amazing Grace” gesungen habe, mit pochendem Herzen und doch unangestrengt mit runder voller Stimme.
Auch eine schöne Referenz habe ich dafür erhalten :-)

http://www.deschmusik.de/Referenzen.html
 
Mut, sich den Gespenstern der Vergangenheit zu stellen,
wünscht Ihnen zum Wochenbeginn 
 
Birgit Desch

Verbindung hergestellt?

Mit der Verbindung oder Beziehung zu sich selbst und seinen  Lieben ist es wie mit dem Internet:
Ist die Verbindung hergestellt?
Ist das Signal gut oder gar hervorragend?

Muss man eine Netzwerkbrücke, einen Stick o.ä. einsetzen?

Dann kann die Verbindung sehr störanfällig sein-
und muss wieder geerdet werden.

Was erdet Ihre Beziehung zu sich oder Ihren Lieben?

Auf jeden Fall gemeinsame Zeit :-)

Dass Sie sich diese Zeit nehmen, wünscht

Birgit Desch

Gutes tun

“Wenn Du Gutes tun möchtest, schau gut hin,
ob der Betroffene das auch möchte- sonst richtest du nur Schaden an..” Birgit Desch

Es ist wieder mal passiert:

Jemand entdeckte meinen behinderten Sohn als Objekt zum “Gutes tun”:

Unaufgefordert wurden Geschenke gemacht, Essen vorbeigebracht-
das das verletztend sein kann- kein Gedanke…

In die Schülerwohngruppe fahren, war zu weit,
dabei hätte man da anderen Gutes tun können-
Die hätten sich vielleicht noch mehr gefreut!!

Sogar an Weihnachten wollte dieser bemühte Mensch Gutes tun
und vorbeikommen …

An den 14tägigen Wochenenden, die wir miteinander genießen, musste Zeit abgezwackt werden für die Person, die Gutes tun wollte.

Widerspruch zwecklos, Einwände weggebügelt.

Wie kann man etwas dagegen haben, Gutes getan zu bekommen???

Es ist nichts Gutes draus geworden…

Sein Glück finden

Das wünscht sich jeder Mensch:
Sein Glück zu finden.

Auf dem Weg dorthin, so habe ich festgestellt, versperren am meisten die gängigen Glücksvorstellungen den Weg.

Die musste ich loslassen, um das vorhandene Glück zu spüren.
Mag es auch anderen nicht genehm sein, nicht genügen, sie mögen es nicht verstehen, nicht nachvollziehen können oder was auch immer:

Es ist mein Glück- und mir damit kostbar.

Dass auch Sie in diesem noch neuen Jahr 2012 Ihr Glück finden,

wünscht Birgit Desch

Plus- und Minus- Liste

Ich habe nur eine Vorsatz für 2012:
Ich will wieder eine + und - Liste führen.

Man denkt nämlich immer, es sei alles so schlimm!!!

Dabei gibt es so viel Gutes im Leben! Man vergisst es nur so leicht…

Da hilft diese Liste.

Alternativ kann man im Kalender jedem Tag ein entsprechendes Smilie geben: Fröhlich, traurig, dazwischen, wütend…. Es gibt mehr gute Tage, als man denkt!

Alles Gute für 2012 wünscht Birgit Desch

Anregungen für Jahresrückblick

Was war das schönste Erlebnis?

 

Was war das schlimmste Erlebnis?

 

Welche Menschen haben mir gut getan?

 

Welche Menschen haben mir geschadet?

 

Welches Motto würde ich rückblickend diesem Jahr geben?

 

Was von dem, was ich mir gewünscht habe ist eingetroffen?

 

Was von dem, was ich mir gewünscht habe ist ausgeblieben?
Was das gut, egal oder schlecht?
Wünsche ich es mir weiterhin? Was werde ich dafür tun?

Welches Motto möchte ich dem Neuen Jahr geben?

 

Eine erfüllte und erfüllende Zeit wünscht allen LeserInnen

Birgit Desch

Leben nach Weihnachten

Man kann es sich mitunter nicht vorstellen,
aber es gibt ein Leben nach Weihnachten!
Letztendlich sind es nur drei Tage von 365 im Jahr…

Für mich persönlich werden sie immer positiv unwichtiger.
Schön Essen mit der Familie auch ohne Stress für mich.
Mal ein wenig ausschlafen…

Wichtig ist mir Weihnachten schon: Jesus ist gekommen und durch ihn sind wir gerettet: “And man will live for evermore, because of Christmasday!”

Darum: Fröhliche Weihnachten und Weihnachtsglanz an jedem weiteren Tag!

Das wünsche ich allen LeserInnen und Freunden von Deschmusik und den DeschGedanken!

Birgit Desch

Kronen

Vor einiger Zeit kursierte auf Facebook ein eigentlich sehr süßer Spruch, entsprechend schön graphisch aufgemacht- sinngemäß:
“Aufstehen, Krone richten und weitergehen!”

Toll die Aussage, dass man nach einem Mißerfolg wieder aufstehen, sich seines Wertes bewusst sein soll und nicht aufgeben soll. So habe ich das auch verstanden.

Das Problem für mich war nur die Ecke, aus der der Spruch kam:
Frauen, die sehr wohlhabend sind, oft durch den Mann auch in ihrem Business finanziert, deren Business ich mitunter herzlich überflüssig finde.
Sie schweben eher und stoßen sich dann an einer Kleinigkeit- und schweben weiter.
Der Stein des Anstosses verhalt ungehört- und insofern vergeblich.

Was beim Bild schief ist: Eine Krone bekommt man aufgesetzt, man wird gekrönt. Nur Despoten krönen sich selber…
Als Christ weiß ich, dass mir Gott eines Tages die Krone des ewigen Leben aufsetzt, nur diese Krone ist mir persönlich wichtig.

Vor meinem Ofen IV

specksteinofen.jpgGestern befeuerte ich unseren Specksteinofen in der ersten Etage. Früher bekamen wir das nie so richtig hin. Er rauchte mehr, als dass das Feuer brannte.

Nun war durch die Erfahrung alles einfacher- alles klappte, und die Tochter genoß die Strahlungswärme. Feuer braucht, wenn es in Gang gekommen ist, noch Pflege.

Immer wieder danach schauen, die passenden Stücke nachlegen, vielleicht eine kurzzeitige stärkere Luftzufuhr geben, damit es nicht ausgeht …

Was könnten Sie tun, um Ihr Feuer in Beziehungen oder Tätigkeiten wieder zu entfachen? Gerade die Advents- und Weihnachtszeit eignet sich ja gut dazu, um mit (selbstgemachten) Kleinigkeiten Herzen zu wärmen …